Vampir [VDET]Mr.Vergil
Charakterbeschreibung
Rache
Ein leichter, aber kalter Wind blies Trajan ins Gesicht, als er auf den Ostturm stieg und über die weiten, dunklen Wälder seines Besitztums starrte. Seine Augen brannten von ungeweinten Tränen und seine Lippen schwiegen, obwohl seine Seele laut aufschrie.
Abschied hatte er genommen – Abschied, von dem was er liebte.
Nie mehr ein leises: „Ich liebe dich, mein großer Vampir.“
Nie mehr: „Komme bald zurück zu mir, ich vermisse dich.“
Selbst ihren Körper, den er so liebte, hatten sie zerstört.
Nichts war mehr geblieben – nur noch Leere und … Hass!
Getötet hatten sie seine Liebe. Seine Arana.
Sein Licht, das für ihn allein in den dunkelsten Stunden der Nacht geschienen hatte.
Seine Augen richteten sich zu dem Dorf, das er gerade noch in der Ferne ausmachen konnte. Dort wohnten die Mörder, feierten ihren Sieg über die „Hexe“, die sie aburteilten und bei Sonnenaufgang verbrannt hatten.
Trajan war zu spät gekommen. Hatte diesen heuchlerischen Mord nicht verhindern können.
Nun stand er auf dem Turm und sann über seine nächsten Schritte nach. Wie würde seine Rache aussehen?
Eine leichte Bewegung ließ ihn herumfahren.
„Was willst du hier?’, knurrte er und zeigte als Warnung seine Eckzähne.
„Ich dachte, wir sind Freunde ...?“, meinte Sebastian schlicht und sah sein Gegenüber fragend an.
„Und?“
„Freunde stehen sich bei … in …“
„In dieser Stunde, meinst du? Ich brauche keinen Beistand. Ich werde heute Nacht sämtliche Regeln einfach vergessen und die richten, die nicht scheuten, ein liebevolles Geschöpf zu quälen, zu töten … in ihrem Wahn, mit dem sie Angst und Schrecken verbreiten.“
Hart und ohne den Anflug von Gnade kamen diese Worte und Sebastian wusste, was für ein Leid und für eine Wut in seinem Freund loderte.
„Du willst sie alle töten?“
„Ja.“
„Dann wird man dich dafür zur Rechenschaft ziehen …“
„Und wer zieht dieses Pack zur Rechenschaft, wenn ich es nicht tun werde?“
„Die Mächte, die über uns alle wachen …“
„Die Mächte?“ Trajan lachte hart und bitter auf. „Und wie werden sie diese Mörder dort unten im Dorf richten? Werden sie diese abholen, sie aburteilen und hinrichten?“
„Ich weiß es nicht.“
Sebastian sah seinen Freund an, der sich erneut abgewandt hatte und ihm nun den breiten Rücken zudrehte.
„Trajan, die Mächte werden dich richten … solltest du gegen die Regeln verstoßen“, warnte er seinen blonden Freund leise, den er schon seit mehr als 400 Jahren kannte.
„Ich weiß … Weißt du, alles was ich hoffe, ist, dass ich genug Zeit habe, alle zu richten, die daran beteiligt waren. Das ist der einzige Wunsch, der in mit brennt.“
„Dann lasse uns gemeinsam gehen, Trajan.“
„Bist du verrückt? Warum willst du für mich sterben?“
„Weil ich dein Freund bin und mit dir leide. Dich verstehe und mit dir fühle“, kam die schlichte Antwort.
„Weil wir alle deine Freunde sind und mit dir fühlen, Trajan. Du bist nicht allein“, wurden beide von einer weiteren Stimme unterbrochen und sie sahen zum anderen Rund des Ostturms, wo sich weitere drei Bluttrinker aus dem Schatten der Nacht lösten.
Merano, Argyll und Tabas sahen Trajan unumwunden an.
„Mein Clan wird auf deiner Seite stehen. Sie warten nur auf ein Zeichen von mir, Trajan. Es liegt an dir“, meinte Argyll kalt und beherrscht. „Arana ist auch uns ans Herz gewachsen und wir wollen ihren Tod gerächt sehen. Lasse uns ins Dorf gehen. Vereint. Denn du bist nicht allein in deinem Schmerz. Lasse sie leiden, wie wir leiden. Lasse sie den Tod erfahren, bringe den Tod in ihre Häuser, so wie sie ihn in unsere Häuser bringen. Immer und immer wieder.“
Trajan sah seine Freunde an, spürte deren Wut, deren Enttäuschung und deren Stärke.
Ja – er war nicht allein. Er wusste um den Rückhalt seiner Freunde.
„Danke“, flüsterte er. „Danke, meine Freunde. Dann lasst uns gehen. Lasst uns endlich Befriedigung bekommen für das, was sie uns angetan haben.“
Und schwarze Schatten erhoben sich in die kalte Frühlingsnacht, drifteten auf das Dorf zu, sanken dort hernieder und brachten Tod und Vernichtung. Schreie der Menschen drangen ungehört in den sternenklaren Himmel, verklangen im dunklen und dichten Wald. Selbst der Mond schien sich abzuwenden, denn eine Wolkendecke schob sich über die silberne Scheibe.
Und die Abgesandten der Mächte, die Wächter, warteten – warteten, bis sich das Schicksal derer erfüllte, die Blut Unschuldiger an ihren Händen hatten.
Der Morgen graute, das erste Licht konkurrierte mit dem Feuerschein des brennenden Dorfes, welches in hellen Flammen stand. Die Freunde Trajan, Sebastian, Merano, Argyll und Tabas standen erneut auf dem Ostturm.
„Erleichterung brachte es nicht“, sagte Trajan leise.
„Aber Befriedigung“, meinte Merano und die anderen nickten zustimmend.
Nach und nach ließen sie Trajan alleine, der ununterbrochen zu dem brennenden Dorf hinüber sah. Allein blieb er zurück, die ersten Sonnenstrahlen fielen über den Wald, der in einem satten, dunklen Grün aufleuchtete. Der leichte Wind brachte einen leichten Brandgeruch herüber und mit einer animalischen Befriedigung sah Trajan weiter auf die schwächer werdende Glut.
„Zufrieden, Bluttrinker?“, fragte Armonde, einer der Wächter, die dem nächtlichen Treiben zugesehen hatten, ohne dabei einzugreifen.
„Ja. Warum habt ihr nicht eingegriffen? Ich hatte mehrfach deine Energie gespürt, die mir deine Anwesenheit bekundet hatte.“
Aber Trajan sah seinen Gesprächspartner dabei nicht an. Er wollte seinen Blick nicht von dem brennenden Dorf lösen.
„Um einen Krieg zwischen euch und uns zu riskieren? Nein, Trajan. Nichts hätte euch gestoppt. Nun werden die Wunden heilen – vernarben. Nichts wird mehr so sein wie es war. Doch vielleicht wird es eine bessere Zukunft geben …“
„Eine bessere Zukunft? Mit diesen irregeleiteten Seelen?“
Hart lachte Trajan auf.
„Es werden noch viele sterben, Trajan. Sterben für einen falschen Glauben, einen falschen Gott und für eine falsche Überzeugung …“
„Warum, Armonde? Warum?“
„Weil es so bestimmt ist … unser Weg führt durch dieses Tal von Tod und Verwüstung. Doch am Ende werden die Menschen begriffen haben. Sie werden lernen. Einer nach dem anderen.“
„Das gibt dir die Kraft, weiterzuexistieren?“
„Ja, und genau das wird auch dir die Kraft geben, deinen Weg zu gehen …“
Damit wandte sich Trajan um, doch der Wächter war schon wieder verschwunden.
„Denke darüber nach, Trajan …“, hörte er nochmals dessen telepathische Stimme.


In einer mondlosen Nacht
Habe ich an dich gedacht
Einen Sterblichen, den ich noch nicht getroffen habe
Und der mehr für mich ist, als nur daran zu laben
Stillen meinen Drang nach unerfüllter Liebe
Nicht nur um zu befriedigen, diese unruhigen Triebe
In einer regnerischen Nacht
Habe ich an dich gedacht
Du unbekanntes Wesen
Kannst du meine Gefühle lesen?
Wirst du verstehen?
Und mit mir gehen
In einer sternenlosen Nacht
Habe ich an dich gedacht
Ein Vampir, dieses dominierende Wesen, hat stark zu sein
Doch ist er verdammt, zu gehen seinen Weg allein?
Ich beherrsche die Finsternis
Und doch ist uns eines gewiss
In einer kalten Nacht
Habe ich an dich gedacht
Sterblicher, du kannst mir nicht mehr entfliehen
Und sei dir gewiss, ich lasse dich nie mehr ziehen
Denn du wirst lernen zu verstehen
Die Welt, mit meinen Augen zu sehen




















Statistik
| Beute insgesamt: | 924.524,06 Liter Blut |
| Opfer gebissen (Link): | 2 |
| Kämpfe: | 2561 |
| Siege: | 1517 |
| Niederlagen: | 1044 |
| Unentschieden: | 0 |
| Erbeutetes Gold: | ~ 65.000,00 ![]() |
| Verlorenes Gold: | ~ 64.000,00 ![]() |
| Trefferpunkte verteilt: | 466190 |
| Trefferpunkte eingesteckt: | 758581 |
Die Eigenschaftswerte von [VDET]Mr.Vergil:
| Charakterlevel: | Stufe 69 |
| Stärke: | ![]() (114) |
| Verteidigung: | ![]() (110) |
| Gewandtheit: | ![]() (107) |
| Ausdauer: | ![]() (108) |
| Geschicklichkeit: | ![]() (105) |
| Erfahrung: | ![]() (23811|23805) |
Die Urahnenstatistik von [VDET]Mr.Vergil
| Angetretene Prüfungen: | 30 |
| Bestandene Prüfungen: | 20 |
| Gescheiterte Prüfungen: | 10 |
Wächter von [VDET]Mr.Vergil
| Wächterart: | Niederes Feuerteufelchen |
| Wächtername: | Dante |
| Angriff: | ![]() (105) |
| Verteidigung: | ![]() (100) |
| Ausdauer: | ![]() (100) |
Profildaten
| Geschlecht: | männlich |
| Alter: | 15-20 Jahre |
| Wohnort: | --- |
| ICQ-Nummer: | --- |
| MSN Messenger: | --- |
| Yahoo Messenger: | --- |
| AIM-Name: | --- |
| Jabber ID | --- |
| Skype ID | --- |
Arena
[VDET]Mr.Vergil hat noch keinen Arenarang erreicht.
[VDET]Mr.Vergil hat bisher 1 Vampire erschaffen:
| Mr.Dante | Stufe 4 | Beute 1647.2 Liter Blut |


(114)
(23811|23805)